Fragwürdige Prüfungsmodalitäten:

Fragwürdige Prüfungsmodalitäten: Gerüchteweise sollen Prüfer an der JLU Gießen Studentinnen muslimischen Glaubens aufgefordert haben, sich vor schriftlichen Prüfungen unter ihr Kopftuch schauen zu lassen

(unter Bezugnahme auf Gießener Allgemeine vom 14.02.2019 bzw. Wetterauer Zeitung)

Der AStA der JLU Gießen soll die entsprechende Behauptung auf seiner Facebook-Seite verbreitet haben.

Der Universitätsleitung war davon angeblich nichts bekannt. Präsident Prof. Joybrato Mukherjee soll aber umgehend in einer Rundmail an die Studierenden deutlich gemacht haben, dass das vom AStA geschilderte Vorgehen durch Prüfer nicht toleriert würde. Er soll geschrieben haben:

»Selbstverständlich setzen wir bei all unseren Lehrenden ein hinreichendes Maß an interkultureller Sensibilität voraus und halten Situationen, in denen Studentinnen gezwungen werden, in der Öffentlichkeit ihr Kopftuch abzunehmen, für nicht hinnehmbar. Wir werden die Hinweise des AStA allerdings umgehend zum Anlass nehmen, mit unseren Lehrenden darüber in den Dialog zu treten.«

Auch die Hochschulleitung forderte die Studierenden auf, derartige Fälle zu melden, und fügte in die Mail des Präsidenten Links zu geeigneten Stellen, wie der Gleichstellungsbeauftragten, ein.

Wir sind seit mehr als 40 Jahren erfolgreich auf dem Gebiet des Prüfungsrechts tätig und haben vielfältig in diesem Rechtsgebiet veröffentlich, z.B.: Wolfgang Zimmerling, Robert Brehm: Prüfungsrecht, Verfahren – Vermeidbare Fehler – Rechtsschutz, 3. Auflage, Carl Heymanns Verlag, Köln, 2007

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